Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, das in der Nahrung in Fisch, Eiern und in Vitamin D angereicherter Milch zu finden ist [1]. Außerdem entsteht Vitamin D unter Einfluss von Sonnenlicht in der Haut [2]. In den USA und in Kanada wurde bereits erkannt, wie wichtig Vitamin D zur Vorbeugung der Knochenerkrankung Osteoporose ist. Daraufhin wurde ein Empfehlung für Nahrungsmittel, die Calcium und Vitamin D enthalten und das Risiko für Osteoporose reduzieren, ausgesprochen [3] [4]. LOEWI testet Vitamin D in der Form 25-OH-Vitamin D, da es eine Halbwertszeit von 19 Tagen hat und somit als Speicherstoff von Vitamin D gilt. Die langfristige Versorgung kann besser beurteilt werden als mit 1,25-(OH).

Nationale Verzehrstudie

  • 82 % der Männer nehmen weniger als die täglich empfohlene Menge an Vitamin D zu sich.
  • 91 % der Frauen nehmen weniger als die täglich empfohlene Menge an Vitamin D zu sich [10].

Funktion von Vitamin D

Vitamin D reguliert das Gleichgewicht des Knochenaufbaus im Körper. Mineralien, wie zum Beispiel Calcium, sind wichtige Bestandteile des Knochens. Das 25-OH Vitamin führt zu einer besseren Calciumaufnahme im Darm. Die Versorgung des Knochens mit Mineralien, die Mineralisierung des Knochens, wird durch die Wirkung von Vitamin D verstärkt [5] [6] [7] [8].
Das Vitamin erfüllt wichtige Funktionen im angeborenen und erworbenen Immunsystem [5] [6] [8].
Eine Analyse klinischer Studien ergibt, dass Vitamin D3 das Kariesrisiko bei Kindern und Erwachsenen um 49 % senkt (im Vergleich zu Placebo) [9].
Vitamin D beeinflusst das Hormonsystem im Körper und dadurch die Ausschüttung von Insulin [5].

Mangelerscheinungen

Die Bevölkerungsforschung fand heraus, dass niedrige Vitamin D-Werte mit schlechteren kognitiven Fähigkeiten und dem Rückgang der Wahrnehmungsfähigkeit einhergehen (im Vergleich zu gesunden Erwachsenen mit hohen Vitamin D-Spiegeln) [11] [12].
Patienten mit niedrigen Vitamin D-Basiswerten können von Vitamin D profitieren. Die Analyse von mehreren klinischen Studien belegt, dass Vitamin D bei Erwachsenen mit niedrigem Vitamin D-Basiswert, zu einer Kräftigung der Hüftmuskulatur führen kann [13]. Eine weitere Analyse klinischer Studien kommt zu dem Schluss, dass Vitamin D die Kraft in den Beinen und in der Hüfte (lower body strength), besonders bei Patienten mit Vitamin D-Mangel, stärken kann. [14].
Eine weitere Erkenntnis der Bevölkerungsforschung ist, dass Menschen mit niedrigem Vitamin D-Spiegel nachgewiesenermaßen (signifikant) häufiger fettleibig werden als Menschen mit hohem Vitamin D-Spiegel [15]
Ein Mangel an Vitamin D kann zu einer Osteomalazie führen. Dabei kommt es zum ungenügenden Einbau von Calcium und Phosphor in den Knochen. Typische Anzeichen von Osteomalazie sind Skelettschmerzen [5] [6].
Es gibt einen Zusammenhang zwischen Knochendichte, Knochenbrüchen und der Vitamin D-Konzentration im Blut. Je niedriger der Vitamin D-Wert, desto niedriger ist die Knochendichte und desto höher ist das Risiko einen Knochenbruch zu erleiden [5] [6].
Ein Vitamin D-Mangel kann im weiteren Verlauf einen Calciummangel verursachen [5] [8].

Überschuss von Vitamin D

Ein Überschuss an Vitamin D (Hypervitaminose) kann nur durch eine übertriebene künstliche Zufuhr (Supplementation) verursacht werden [5].
Zu den verschiedenartigen Symptomen zählen Übelkeit, Durchfall, Abgeschlagenheit und Muskelschwäche [5].
Die Störung des Elektrolythaushaltes, kann wiederum einen Calciumüberschuss verursachen [5].

[1] Food and Nutrition Board, Institute of Medicine. Dietary Reference Intakes for Calcium, Phosphorus, Magnesium, Vitamin D, and Fluoride. Washington, DC: National Academy Press, 1999. Available at: http://books.nap.edu/books/0309063507/html/index.html.

[2] Holick MF. Vitamin D: importance in the prevention of cancers, type 1 diabetes, heart disease, and osteoporosis. Am J Clin Nutr 2004;79:362-71.. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14985208?dopt=Abstract)

[3] L’Abbe MR, Whiting SJ, Hanley DA. The Canadian health claim for calcium, vitamin D and osteoporosis. J Am Coll Nutr. 2004;23:303-8. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15310733?dopt=Abstract)

[4] Food and Drug Administration, HHS. Food labeling: health claims; calcium and osteoporosis, and calcium, vitamin D, and osteoporosis. Final rule. Fed Regist. 2008;73(189):56477-87. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18985959?dopt=Abstract)

[5] Koula-Jenik H, Miko M, Kraft M, Schulz RJ. Leitfaden der Ernährungsmedizin. München: Urban & Fischer, Elsevier; 2013. S.31-33

[6] Biesalski HK, Muniz K. Vitamine und Minerale: Indikation, Diagnostik, Therapie. Stuttgart: Georg Thieme Verlag; 2017. S.39

[7] Wibusch N, Hofmann P, Förster H, et al. Kompendium der Sportmedizin, Physiologie, Innere Medizin und Pädiatrie. 2. Auflage, Wien: Springer-Verlag; 2016. S.349

[8] Raschka R, Ruf S. Sport und Ernährung: Wissenschaftlich basierte Empfehlungen, Tipps und Ernährungspläne für die Praxis. 4.Auflage. Stuttgart: Georg Thieme Verlag; 2015. S.121-122

[9] Hujoel PP. Vitamin D and dental caries in controlled clinical trials: systematic review and meta-analysis. Nutr Rev. 2013;71(2):88-97. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23356636?dopt=Abstract)

[10] Max-Rubner-Institut, Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und

Verbraucherschutz, Hrsg. Nationale Verzehrstudie II. Karlsruhe: MRI; 2008

[11] Balion C, Griffith LE, Strifler L, et al. Vitamin D, cognition, and dementia: a systematic review and meta-analysis. Neurology. 2012;79(13):1397-1405. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23008220?dopt=Abstract)

[12] Goodwill AM, Szoeke C. A systematic review and meta-analysis of the effect of low vitamin D on cognition. J Am Geriatr Soc. 2017;65(10):2161-2168. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28758188?dopt=Abstract)

[13] Stockton KA, Mengersen K, Paratz JD, et al. Effect of vitamin D supplementation on muscle strength: a systematic review and meta-analysis. Osteoporos.Int. 2011;22(3):859-871. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20924748?dopt=Abstract)

[14] Beaudart C, Buckinx F, Rabenda V, et al. The effects of vitamin D on skeletal muscle strength, muscle mass, and muscle power: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. J Clin Endocrinol Metab. 2014;99(11):4336-45. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25033068?dopt=Abstract)

[15] Martins D, Wolf M, Pan D, et al. Prevalence of cardiovascular risk factors and the serum levels of 25-hydroxyvitamin D in the United States. Arch Intern Med. 2007;167:1159-65. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17563024?dopt=Abstract)

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