COVID-19 / CORONA

Gesundheits- und Ernährungstipps

Das empfehlen wir:

  • Besuche im Supermarkt reduzieren
  • Lebensmittel online bestellen
  • Für ältere Nachbarn einkaufen
  • Leichter Sport
  • Alleine in der Sonne spazieren gehen
  • Hollundersyrup einnehmen
  • Vitamin C reiche Lebensmittel, wie z.B. Paprika
  • Regelmäßig Zink einnehmen

Das sollten Sie vermeiden:

  • Hochdosierten Supplemente ohne Absprache mit Experten einnehmen
  • Hauptsächlich Fertiggerichte essen
  • Kauf ungesunder aber haltbarer Lebensmittel 
  • Kauf von Lebensmitteln wie Schokolade oder Chips
  • Bis zur Erschöpfung trainieren
  • Hochdosiertes Vitamin A oder D ohne Absprache mit Experten einnehmen

Worauf basieren unsere Empfehlungen?

Es gibt aktuell noch keine wissenschaftlichen Studien zu Ernährung und Supplementen für das neue Coronavirus. Um Ihnen trotzdem nützliche Tipps für Ernährung, Nahrungsergänzung und Sport an die Hand zu geben haben unsere Wissenschaftler die aktuelle Studienlage untersucht, u.a. wie der Coronavirus Infektionen auslöst und wie er sich von anderen Viren unterscheidet. Dabei wollen wir Ihnen nützliche Tipps an die Hand geben und herausstellen welche ernährungsspezifischen Maßnahmen sinnvoll sind und welche uns eher schaden.

EMPFEHLUNGEN FÜR IHRE GESUNDHEIT- UND ERNÄHRUNG

Die wichtigste Maßnahme um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen ist soziale Kontakte zu reduzieren. Außerdem befinden sich durch die geschlossenen Schule viele Kinder Zuhause bei Ihren Familien, dadurch ändern sich Ernährungsgewohnheiten und Umstände stark. Hier sind einige praktische Tipps für die aktuelle Situation:

Ein guter Weg um die besuche im Supermarkt und somit die Gefahr sich oder andere anzustecken zu reduzieren ist Mahlzeiten vorauszuplanen. Überlegen Sie sich was Sie in den nächsten 5 oder mehr Tagen frühstücken, mittagessen und abendessen wollen. Was benötigen Sie dafür? Berücksichtigen Sie wieviel Zeit und Aufwand Sie für die Zubereitung der Mahlzeiten verwenden wollen, denn von zuhause arbeiten bedeutet nicht mehr Zeit für die Zubereitung von Mahlzeiten zu haben. 

Da momentan alle Schulkinder zuhause sind können Sie Ihre Kinder in die Planung und Vorbereitung der Mahlzeiten mit einbinden. V.a. bei Kindern im Grundschul-Alter können Sie Ihnen dabei Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften.

 

  • Lesen/Schreiben: Auflisten der Lebensmittel im Kühlschrank und herraussuchen von Rezepten aus dem Internet oder Kochbüchern, welche die vorhandenen Zutaten nutzen.
  • Mathematik: Abmessen und abwiegen von Zutaten. Aufzählen der vorhandenen Zutaten. Planung der Zeit für die Vorbereitung, das Kochen, sowie Abspühlen.
  • Naturwissenschaften: Finden Sie gemeinsam mit Ihren Kindern heraus warum sich Zutaten verändern, wenn man Sie vermischt, erwärmt oder kombiniert, z.B. beim Kochen von Spiegeleiern.

Online Lebensmittel bestellen kann Ihnen Zeit sparen und vor allem hilft es Ihnen dabei soziale Kontakte zu reduzieren. Durch die gesteigerte Nachfrage nach Lebensmittellieferungen sollten Sie allerdings frühzeitig bestellen, da die Lieferung einige Tage dauern kann.

Vor allem bei älteren Menschen besteht ein erhöhtes Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs. Sie können Ihre Nachbarn einfach unterstützen indem Sie für Sie zum Supermarkt gehen und die Einkäufe vor der Tür Ihrer Nachbarn abstellen. Ihre Nachbarn können Sie zum Beispiel über Aushänge im Treppenhaus erreichen. 

Am besten ist Training bei dem Sie leicht ins Schwitzen kommen, denn bei zu Extremenbelastungen wird das Immunsystem nicht optimal beeinflusst. Zudem können dann auch Stresshormone ausgeschüttet werden. Wichtig ist, dass die Lunge gut durchlüftet und somit auch gut durchblutet wird, um das Infektionsrisiko zu reduzieren. Am besten ist dabei ein kombiniertes Training aus Ausdauer und Kraft.

Draussen spazierengehen hat viele Vorteile. Zum einen atmen Sie frische Luft und zum anderen hilft es gegen den Lagerkoller. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Vitamin D durch die Sonneneinstrahlung auf die Haut produziert wird. Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.

Hollunder wurde in Zusammenhang mit dem Vorläufer des COVID-19 genannte SARS Virus getestetund konnte dabei das Andocken des Virus an die Zelle über ACE2 hemmen. Ob dies auch bei COVID-19 der Fall ist, ist nicht bewiesen.

Vitamin C aus der Nahrung spielt eine wichtige Rolle für das Immunsystem. Der Effekt von hochdosiertem Vitamin C für Patienten mit akuten Lungenprobleme wurde untersucht, allerdings gibt es bisher noch keine Studien mit Vitamin C un dem neuen Coronavirus. Bisher ist nicht bekannt ob hochdosiertes Vitamin C als Nahrungsergänzung den Krankheitsverlauf verbessert oder verschlimmert. Daher empfehlen wir Ihnen Vitamin C reiche Lebensmittel zu sich zu nehmen, wie z.B. Paprika um das Immunsystem ausreichend zu unterstützen und nur nach Absprache mit Experten Vitamin C zu supplementieren.

Zink inhibitiert drei Proteine die für die Vermehrung des CoV-SARS Virus nötig sind (Protease-2, 3CL Protease und Helicase). Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass Dieselben Effekte bei dem neuen CoV-SARS.2 zutreffen. Auch hierzu gibt es noch keine Studien, auf Grund der Funktionsweise des Virus sind aber keine negativen Effekte zu erwarten.

DAS SOLLTEN SIE VERMEIDEN

Durch die gegebenen Umstände verändert sich sowohl das Einkauffverhalten, als auch die Essens- und Sportgewohnheiten. Hier sind einiger Tipps die sie vermeiden sollten, um Ihrem Immunsystem und Ihrer Gesundheit nicht zu schaden.

Viele Leute wollen Ihre Gesundheit und Ihr Immunsystem in Anbetracht des Viruses stärken. Dabei liegt es Nahe auch hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel zu Stärkung des Immunsystems einzunehmen. Dies sollten Sie allerdings ohne die Absprache mit einem Experte, welcher die Funktionsweise des COVID-19 Virus versteht und Ihre individuellen Vorerkrankungen, Medikamente und Gegebenheiten berücksichtigt, unterlassen. Denn viel hilft nicht immer viel und der falsche Einsatz von hochdosierten Nahrungsergänzungsmitteln kann sich auch negativ auf Ihre Gesundheit auswirken.

Gefrohrene Gerichte und Fertiggerichte sind in der aktuellen Situation sehr verlockend, da Sie lange halten und schnell zubereitet sind. Viele Feritg- und Tiefkühlgerichte sind allerdings sehr kalorienreich und enthalten viel Natrium und Fett. Versuchen Sie daher nur vereinzelt auf Tiefkühl- oder Fertiggerichte zurückzugreifen.

Um Ihre Besuche im Supermarkt zu reduzieren ist es wichtig Lebensmittel zu kaufen die länger haltbar sind. Hier sind einige Lebensmittel, die länger haltbar, aber trotzdem gesund sind:

  • Brot: Abgepacktes Vollkornbrot, Vollkorntoasbrot
  • Beilagen: Pasta, Haferflocken, Brauner Reis, Couscous
  • Früchte: Gentrocknete Früchte, gefrohrene Früchte, langhaltende Früchte wie Äpfel und Zitrusfrüchte
  • Gemüse: Brokkoli, Sellerie, Kartoffeln, Zwiebeln, getrocknete Tomaten oder gefrohrenes Gemüse ohne Zusätze
  • Soßen: Pesto oder fertige Tomatensoßen
  • Milch: H-Milch oder Frische länger-haltbare Milch
  • Eier: Frische oder gekochte Eier
  • Bohnen: Kidneybohnen oder Kirchererbsen aus der Dose
  • Nüsse und Samen: Cashewnüsse, Paranüsse, Sesamsame, Leinsamen (geschrotet)
  • Hähnchen: gefrohrenes Hähnchen oder frisches Hähnchen zuhause direkt einfrieren
  • Fisch: Tunfisch oder Sardinen aus der Dose, gefrohrene Garnelen, gefrohrene natur Fischfilets
  • Rind: gefrohrene Fleischbällchen oder magere Patties
  • Für den geschmack: getrocknete Gewürze & Kräuter, Essig, Senf, Zitronen- oder Limettensaft, Honig, griechischer Joghurt

Auch in Krisenzeitenempfehlen wir verlockende Lebensmittel wie Chips, Limonaden, Cookies und Eiscreme auf ein Minimum zu reduzieren. Diese Lebensmittel enthalten viele “leere” Kalorein, also keine wichtigen Nährstoffe.

Es wurde gezeigt, dass langanhaltende, anstrengende Bewegungsphasen zu einer vorübergehenden Unterdrückung der Funktionen der weißen Blutkörperchen führen. Solche Veränderungen können ein “offenes Fenster” schaffen in dem Viren und Bakterien im Körper Fuß fassen können, was das Risiko einer Infektion erhöht. Außerdem können Perioden intensiven Trainings mit unzureichender Erholung zu einem vorübergehenden verringerten Funktion des Immunsystems führen. Aus diesem Grund sollten Sie Training bis zur Erschöpfung vermeiden.

SARS-Viren und ebenso das neuartige SARS-CoV-2 nutzen das Enzym ACE2 (Angiotensin Converting Enzyme 2) als Rezeptor, um in die Zellen in Ihrem Körper einzudringen und Ihre Vermehrung zu starten. Sowohl Vitamin A, als auch Vitamin D beeinflussen das Enzym ACE2, daher sollten Sie auf die EInnahme von hochdosierten Vitamin A oder D ohne vorherige Absprache mit Experten verzichten.