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Kupfer

Kupfer ist ein essentielles Spurenelement, das sich in zahlreichen Nahrungsmitteln befindet. Den größten Anteil findet man in Innereien, Meeresfrüchten, Nüssen, Samen, Getreide- und Kakaoprodukten sowie in Wasser, das aus Kupferrohren stammt [1]. Kupfermangel kann zu Blutarmut führen, deren Symptome, ohne richtige Diagnostik, nicht von einer Anämie, die durch Eisenmangel verursacht wurde, unterscheiden werden kann.

Funktion von Kupfer

Kupfer ist ein Bestandteil der Hämoglobin-Synthese. Und ist somit wesentlich für die Entstehung der roten Blutkörperchen [2] [3] [4].
Der Mineralstoff ist für den Energiestoffwechsel und die Energiegewinnung des Körpers wichtig [2] [3] [4].
Er spielt eine wichtige Rolle bei der Knochenentwicklung [2] [3].
Kupfer ist beteiligt am körpereigenen Aufbau von Histidin (Metabolismus), Serin und Glycin, die als essenzielle Aminosäuren lebensnotwendige Funktionen für den Körper übernehmen [2].

Mangelerscheinungen

Kupfermangel kann zu Blutarmut (Anämie) führen. Unter Blutarmut versteht man den Rückgang der roten Blutkörperchen, beziehungsweise von dessen Hauptbestandteil: dem Hämoglobin. Blutarmut hat zu Folge, dass das Blut weniger Sauerstoff transportieren kann. Die Symptome der Blutarmut sind unspezifisch und zeigen sich als Müdigkeits- und Schwächegefühl, Kurzatmigkeit und Leistungsabfall [2].
Die körpereigene Abwehr gegen Infektionskrankheiten (Immunsystem) ist bei Kupfermangel geschwächt [2].
Ein Kupfermangel führt zu einem höheren Risiko für die Erkrankung der Herzkranzgefäße (Koronare Herzkrankheit) [2].
Zudem kann Kupfermangel, durch einen Anstieg der Eisenkonzentration in der Leber, zur Leberschädigung führen [2].

Überschuss von Kupfer

Bei einem Kupferüberschuss kann es zu Erbrechen und Durchfall kommen [2].
Ein ausgeprägter Kupferüberschuss kann den verstärkten Abbau von Blutkörperchen (Hämolyse) bewirken, was wiederum zur Blutarmut (Anämie) führt [2].

[1] Food and Nutrition Board, Institute of Medicine. Dietary Reference Intakes for Vitamin A, Vitamin K, Arsenic, Boron, Chromium, Copper, Iodine, Iron, Manganese, Molybdenum, Nickel, Silicon, Vanadium, and Zinc. Washington, DC: National Academy Press, 2002. Available at: www.nap.edu/books/0309072794/html/.

[2] Koula-Jenik H, Miko M, Kraft M, Schulz RJ. Leitfaden der Ernährungsmedizin. München: Urban & Fischer, Elsevier; 2013. S.70

[3] Raschka R, Ruf S. Sport und Ernährung: Wissenschaftlich basierte Empfehlungen, Tipps und Ernährungspläne für die Praxis. 4.Auflage. Stuttgart: Georg Thieme Verlag; 2015. S.132

[4] Wibusch N, Hofmann P, Förster H, et al. Kompendium der Sportmedizin, Physiologie, Innere Medizin und Pädiatrie. 2. Auflage, Wien: Springer-Verlag; 2016. S. 354