#loewiinsights: Achterbahnfahrt des Eisens – Supplemente vs. Ernährung

Warum fällt Philipps Eisenwert ab, obwohl er mehr Eisen supplementiert? Welche Rolle spielt der Fleischkonsum?

Was ist der #loewiinsight?

Philipps Eisenwerte fallen trotz höherer Dosis wieder ab.

Als unser Gründer Philipp Anfang 2019 das Ergebnis seines ersten Bluttests bekam, war unter anderem der Ferritinwert nicht im optimalen Bereich. Ferritin ist ein Marker für den Eisenspeicher im Körper und aussagekräftiger als freies Eisen im Blut. Nach einigen Monaten Supplementation hatte er dann einen Wert, der gerade so im Optimalbereich lag. Daher wurde seine Dosis noch ein wenig erhöht, aber seine Ferritinwerte fielen wieder ab. Erst eine wesentlich höhere Dosis führte dazu, dass er erneut im optimalen Bereich war. Das war unvorhergesehen! Wie kann das sein?

Warum ist das relevant?

Ein optimaler Eisenspiegel ist für viele Funktionen im Körper wichtig.

Eisen trägt zu einem normalen Sauerstofftransport, zur normalen Bildung von roten Blutkörperchen, zu einer normalen kognitiven Funktion, zu einem normalen energieliefernden Stoffwechsel, zur normalen Funktion des Immunsystems und zur Verringerung von Müdigkeit bei. Außerdem spielt es eine Rolle im Prozess der Zellteilung.

Zu viel Eisen kann schaden!

Neben Verstopfung kann zu viel Eisen aus Supplementen auch zu Schleimhautentzündungen in Magen und Darm und Sodbrennen führen. Über lange Zeit kann es sogar zu Leberschädigungen kommen.

Eine zu hohe Zufuhr von Eisen, das natürlicherweise in Lebensmitteln vorkommt, ist dagegen nur bei Alkoholikern und Personen mit einer genetisch bedingten Eisenspeicherkrankheit möglich. Denn der Körper kann sehr wirksam die Eisenaufnahme im Darm hemmen, wenn ausreichend Eisen im Körper gespeichert ist. Eine Ausnahme könnte hier jedoch eine hohe Eisenzufuhr aus rotem Fleisch darstellen, die möglicherweise das Risiko für chronische Erkrankungen wie koronare Herzkrankheiten erhöht. Das ist allerdings wissenschaftlich nur diskutiert aber noch nicht belegt.

Nichtsdestotrotz sollte eine zu hohe Eisenzufuhr vermieden werden und die Einnahme von eisenhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln nur bei einem erhöhten Eisenbedarf erfolgen.

Wie ist das möglich?

Eine Ernährungsumstellung mit wesentlich weniger Fleisch spiegelt sich im Blut wider.

Philipp hat eigentlich irgendwas mit Robotik, Flugzeugen und künstlicher Intelligenz studiert, hat aber dann mit der Gründung von LOEWI seine Begeisterung für Gesundheit und Ernährung entdeckt. Er hat sich in den letzten Jahren nicht nur mit Supplementation von Nährstoffen sondern auch mit gesunder Ernährung auseinandergesetzt. Das führte dann Mitte 2019 zu einer Ernährungsumstellung mit wesentlich weniger rotem Fleisch, dafür aber mehr Fisch und Gemüse. Und genau das ist es, was man hier an seinem Ferritinverlauf erkennt. Die Ernährungsumstellung sorgte dafür, dass dem Körper viel weniger Eisen zur Verfügung stand und trotz Supplementation sein Speichereisen Ferritin wieder abfiel. Eine Ernährungsumstellung macht hier einen großen Unterschied. Philipp benötigt jetzt eine höhere Dosis an Eisensupplementen, um den optimalen Spiegel zu erreichen.

Ein Rückfall in alte Ernährungsmuster kann zur Überdosierung führen.

Würde Philipp wieder in sein ursprüngliches fleischlastiges Ernährungsverhalten zurückfallen, und weiterhin die jetzige hohe Dosis einnehmen, könnte er langfristig in eine Überdosierung rutschen und zu viel Eisen aufnehmen! Neben regelmäßigen Blutkontrollen, beispielsweise alle sechs Monate, spielen demnach auch aktuelle Daten zur Ernährung eine wichtige Rolle zur Berechnung der individuellen Dosierung von Supplementen.

Gute Eisenversorgung ist auch aus Pflanzen möglich.

Eine gute Eisenversorgung erreicht man hauptsächlich durch rotes Fleisch, also Rind und Schwein. Fleisch enthält sogenanntes „Häm-Eisen“, dass vom Darm besonders gut aufgenommen werden kann. Eisen aus Pflanzen muss erst im Darm umgewandelt werden, bevor es ins Blut aufgenommen werden kann. Aber auch bei vegetarischer oder veganer Kost kann man seinen Eisenwert durch geschickte Kombination von Lebensmitteln optimal erhalten. Eisenreiche Pflanzen, wie Haferflocken, Hirse, Rote Bete, Hülsenfrüchte, Kohlgemüse Vollkornprodukte und Sauerkraut sollten am besten zusammen mit Vitamin-C-haltigen Lebensmittel, wie Paprika, Brokkoli, Rosenkohl, Blumenkohl oder Zitrusfrüchten kombiniert werden. Denn Vitamin C verbessert die Aufnahme von Eisen.

Fazit

Bei Ernährungsumstellungen wird die Dosis der LOEWI Mikronährstoffe entsprechend angepasst.

Um suboptimale Blutwerte zum Beispiel bei Eisen zu vermeiden, fragen wir mittlerweile bei jedem LOEWI Bluttest auch nach den Ernährungsgewohnheiten unser Kund*innen. So passen wir immer wieder die Dosis der Nährstoffe auch auf die individuelle Ernährung sowie die Blutwerte an. Eine hohe Dosierung von Eisen für alle Kund*innen, die pauschal Eisenmangel vorbeugt, ist nicht empfehlenswert, denn eine zu hohe Supplementation kann negative Folgen haben! Daher ist nach wie vor eine personalisierte Berechnung der Dosierungen sinnvoll.

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