#loewiinsights: Vitamin B12 – die Dosis spiegelt nicht immer den Verlauf der Blutwerte wieder

Was ist besonders an der Vitamin B12 Aufnahme? Warum steigt der Blutwert nicht linear zur Einnahme?

Was ist der #loewiinsight?

Ein linearer Anstieg der Dosis bedeutet also nicht unbedingt einen linearen Anstieg der Blutwerte.

Bei einigen unserer Kund*innen wurde zunächst eine Unterversorgung von Vitamin B12 festgestellt. Unser Algorithmus berechnete die notwendige Menge Vitamin B12 für die Supplementation. Wie zu erwarten war, stieg der Blutwert durch die Einnahme des Supplements an und lag beim zweiten Test nach ungefähr 4 bis 6 Monaten bereits etwas höher. Für den Großteil unserer Kunden reicht dieser Anstieg, um Blutwerte im Optimalbereich zu erreichen.  

Da jedoch der optimale Bereich bei diesen vier Kund*innen noch immer unterschritten wurde, passten wir die Dosis erneut an. Wieder erhöhte sich der Blutwert, aber noch immer war er bei diesen vier Kund*innen nicht oder nur knapp im Optimalbereich. Eine erneute leichte Steigerung der Dosis musste die Lösung sein, dadurch sollte sich der Blutwert im Optimalbereich befinden.

Aber stattdessen sahen wir eine „Plateau-Phase“. Trotz der erhöhten Dosierung verbesserten sich die Werte nicht.  Also wurde die Dosis abermals erhöht, dieses Mal mit dem entgegengesetzten Ergebnis! Die Blutwerte waren auf einmal steil angestiegen.

Warum ist das relevant?

Ein optimaler Vitamin B12 Spiegel ist für viele Körperfunktionen wichtig.

Vitamin B12 trägt bei zu einem normalen energieliefernden Stoffwechsel, einer normalen Funktion des Nervensystems und Immunsystems, einem normalen Homocystein-Stoffwechsel, einer normalen psychischen Funktion, einer normalen Bildung von roten Blutkörperchen, einer Verminderung von Müdigkeit und Erschöpfung und spielt eine Rolle im Prozess der Zellteilung. Aber nicht immer steigt der Vitaminspiegel im Blut gleichmäßig an. Trotz nahezu linearer Steigerung der Zufuhr scheint der Blutwert bei diesen vier Kund*innen stark zu schwanken.

Wie ist das möglich?

Der Körper verfügt über große Vitamin B12-Speicher.

Vitamin B12 wird vom Körper entweder mithilfe des „Intrinsischen Faktors“ aufgenommen, oder kann passiv einfach durch die Darmwand ins Blut strömen. Vitamin B12 wird ausschließlich über tierische Produkte aufgenommen, da Pflanzen kein Vitamin B12 enthalten. Normalerweise reicht die Zufuhr von ca. 4 Mikrogramm pro Tag aus, um den Bedarf zu decken.

Das Spannende an Vitamin B12 ist, dass der körperinterne Speicher normalerweise sehr groß ist und damit über lange Zeit ausreicht; nur wenige Mikrogramm werden am Tag ausgeschieden, aber es sind rund 3000 Mikrogramm gespeichert. Daher führt beispielsweise eine Umstellung auf eine vegane Lebensweise oft erst Jahre später zu einem Vitamin B12 Mangel.

Erkrankungen und Medikamente müssen berücksichtigt werden.

Neben einer unzureichenden Zufuhr über Lebensmittel kann Vitamin B12-Mangel auch auftreten, wenn der Körper das zugeführte B12 nicht richtig verwerten kann, ein erhöhter Verbrauch oder Verlust von Vitamin B12, oder bestimmte Medikation oder Erkrankungen des Magens, Darms oder der Leber vorliegen. Um Erkrankungen und Medikation von Anfang bei der Dosierung zu berücksichtigen, bitten wir unsere Kund*innen in einem Anamnesefragebogen, diese aufzulisten.  Außerdem gibt es genetische Variationen, die zu verminderten oder erhöhten Konzentrationen des B12-Transporters im Blut führen. Stress oder hohe körperliche Belastung können ebenfalls zu einem erhöhten Verbrauch von Vitamin B12 führen.

Erst hohe, dann niedrige Dosen für einen optimalen Spiegel.

Wird eine Unterversorgung entdeckt, reicht es aus, hohe Dosen Vitamin B12 über einige Monate einzunehmen, um den Speicher im Körper wieder zu füllen. Anschließend werden wesentlich niedrigere Dosen benötigt, um den Vitamin B12 Spiegel aufrecht zu erhalten. Möglicherweise war bei diesen vier Verläufen eine hohe Dosis über längere Zeit notwendig, um die Speicher wieder zu füllen.

Fazit

Individuelle Blutwerte immer wieder kontrollieren.

Der menschliche Organismus ist faszinierend und es gibt immer neue Entdeckungen dazu, wie Blutwerte beeinflusst werden können. Daher ist es besonders wichtig, die individuellen Blutwerte immer wieder zu kontrollieren, um auch ungewöhnliche Verläufe erkennen und die Dosierungen des Supplements entsprechend anpassen zu können. Zusätzlich bleibt LOEWI bleibt immer up-to-date mit neuen Entwicklungen und passt seinen Algorithmus immer weiter an.

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