#loewiinsights: Kurioses Vitamin D – 5-fache Dosierung für den gleichen Blutwert

Kein Mensch gleicht dem anderen! Während Adrian 189µg Vitamin D benötigt, benötigt Phil nur 41µg. Wir kann das sein? Was sind die Gründe dahinter? Was kann man tun?

Was ist der #loewiinsight?

Adrian supplementiert 5mal so viel Vitamin D wie Philipp - und beide haben dadurch den gleichen Blutwert.

Im Sommer 2019 haben die LOEWI Gründer Adrian und Philipp ihre Vitamin D Werte bestimmt. Beide hatten vorher kein Vitamin D supplementiert und lagen recht nah beieinander, zwischen 16 und 23 nmol/l. Viel zu niedrig! Der LOEWI Algorithmus berechnete, dass beide zunächst 55 bis 60 µg Vitamin D pro Tag einnehmen sollten, um auf einen optimalen Wert zu kommen.

Doch beim zweiten Bluttest gab es eine Überraschung! Philipps Wert war viel weiter angestiegen als Adrians. Durch den Algorithmus wurde die Dosis erneut angepasst. Adrian supplementiert mittlerweile täglich 189µg Vitamin D, um auf einen Vitamin D Spiegel von ca. 110 nmol/l zu kommen. Philipp benötigt für den gleichen Spiegel aber nur 41µg/Tag.

Warum ist das relevant?

Ein optimaler Vitamin D Spiegel ist für viele Körperfunktionen wichtig.

Würde Adrian genauso viel Vitamin D einnehmen wie Phil, läge sein Spiegel unterhalb des optimalen Bereichs. Ein optimaler Spiegel ist aber für viele Funktionen im Körper relevant. Vitamin D trägt bei zu einer normalen Aufnahme/Verwertung von Kalzium und Phosphor, einem normalen Kalziumspiegel im Blut, zur Aufrechterhaltung eines normalen Knochenbaus, einer normalen Muskelfunktion und normaler Zähne, zur normalen Funktion des Immunsystems und es spielt eine Rolle im Prozess der Zellteilung.

Zu hohe VItamin D Spiegel können sich negativ auf den Körper auswirken.

Würde Phil so viel supplementieren wie Adrian, könnte Phil zu hohe Vitamin D Spiegel erreichen. Und zu viel Vitamin D kann auch negative Auswirkungen haben! Dazu gehören Hyperkalzämie (zu viel Kalzium im Blut), Übelkeit, Erbrechen, Schwäche, krankhaft erhöhte Urinausscheidung, Ablagerung von Kalzium in der Niere und Nierenversagen. Vieles deutet darauf hin, dass 25(OH)D-Spiegel über 360 nmol/l wahrscheinlich mit diesen Symptomen verbunden sind und daher unbedingt vermieden werden sollten.

Wie ist das möglich?

Adrian und Philipp sind sich äußerlich sehr ähnlich. Der unterschiedliche Bedarf liegt an den individuellen körperlichen Voraussetzungen.

Adrian ist 29, schlank, sportlich, europäisch hellheutig und 177 cm groß. Philipp ist 26, schlank, sportlich, europäisch hellheutig und 181 cm groß. Beide kommen aus demselben kleinen bayrischen Dorf, arbeiten in derselben Firma und haben  einen sehr ähnlichen Lifestyle, d.h. sie sind ungefähr gleichviel in der Sonne, machen beide ähnlich viel Sport und essen sehr oft zusammen. Keiner von beiden nimmt Medikamente oder leidet an chronischen Erkrankungen. Was unterscheidet also Adrian und Phil?

Es muss an unterschiedlichen physiologischen, also körperlichen Voraussetzungen liegen. Vielleicht funktionieren bei Adrian aufgrund seiner genetischen Ausstattung auch bestimmte Enzyme oder Bindeproteine schlechter, die für die Aufnahme, die Produktion und den Transport von Vitamin D verantwortlich sind.

Die Aufnahme von Vitamin D vom Darm ins Blut oder die Bildung in der Haut könnte den Unterschied ausmachen.

Die Aufnahme von Vitamin D vom Darm ins Blut erfolgt mit Hilfe von Fetten sowohl passiv als auch durch bestimmte Transporter in der Darmwand. Vitamin D kann aber auch über die Haut aus der Vorstufe „7-Dehydrocholesterol“ gebildet werden. Möglicherweise liegt bei Adrian ein geringerer Gehalt an Darmtransportern oder 7-Dehydrocholesterol in der Haut vor als bei Philipp.

Die Proteine im Vitamin D-Stoffwechsel können durch Mutationen aktiver oder inaktiver sein.

Im Blut wird das Vitamin-D-bindende Protein benötigt, um Vitamin D zur Leber zu transportieren; dort wird es dann über ein Enzym in 25-OH-Vitamin D umgewandelt, der Speicherform des Vitamin D. Das Vitamin-D-bindende Protein wird ebenfalls benötigt, um 25-OH-Vitamin D zur Niere zu transportieren, wo diese Speicherform durch weitere Enzyme aktiviert wird. Erst dieses aktivierte Vitamin D kann dann zu biologischen Wirkungen führen. Die aktivierte Form wird wiederum durch ein weiteres Enzym abgebaut und dann über die Galle ausgeschieden.

Bei Adrian ist die Produktion oder die Bindekapazität des Bindeproteins oder der verschiedenen Enzyme möglicherweise durch bestimmte Mutationen in Genen eingeschränkter oder der Abbau höher als bei Phil.

Fazit

Wer seinen eigenen Bedarf kennt, kann optimal supplementieren.

Der Fall zeigt einmal mehr, dass jeder Mensch einzigartig ist. Daher ist es nur wenig sinnvoll, blind irgendwelche Vitaminpillen etc. einzunehmen, ohne zu wissen, wie hoch der eigene Bedarf ist. Und genau aus diesem Grund haben wir LOEWI entwickelt. Unser Konzept ist der einfachste Weg, um effektiv herauszufinden, ob Nährstoffmängel vorliegen und wie hoch der Nährstoffbedarf deines Körpers wirklich ist, um diese Mängel auszugleichen.

Das Beispiel von Adrian und Philipp zeigt, dass kleine, teilweise nicht sichtbare (genetische) Unterschiede zu einem fast 5-fach höheren Bedarf führen können, um auf dieselben Optimalwerte zu kommen.

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