#loewiinsights: Warum Antioxidantien in Trainingsphasen nicht unbedingt sinnvoll sind

Warum keine Antioxidantien im Training? Für wen ist das wichtig? Und was ist die Wissenschaft dahinter?

Was ist der #loewiinsight?

Antioxidantien sind zwar generell wichtig für den Körper - Supplementation im Training kann sich aber negativ auf die Performance auswirken.

Antioxidantien, also z.B. Vitamin C, Vitamin E oder Carotinoide, sind in aller Munde. Im wahrsten Sinne des Wortes. Immer wieder wird propagiert, dass sie besonders gesund sind und unbedingt supplementiert werden sollten, vor allem beim Sport. Die Theorie war, dass sportliche Belastung mit einem höheren Sauerstoffbedarf einhergeht und oxidativer Stress entsteht. Durch diesen oxidativen Stress entstehen sogenannte „freie Radikale“, die Zellen schädigen können. Durch Antioxidantien können freie Radikale unschädlich gemacht werden.

Aber Vorsicht! Neuere Studien haben herausgefunden, dass Supplementierung mit Antioxidantien im Training negative Folgen für Sportler haben kann.

Warum ist das relevant?

Ein optimales Training schafft die Voraussetzung für einen optimalen Wettkampf.

Profisportler*innen sind auf optimale Trainingsverläufe angewiesen, um bei Wettkämpfen mit ihrem höchstmöglichen Performance Level antreten und entsprechende Erfolge erzielen zu können. Auch Laiensportler*innen möchten sich verbessern und ihre eigene Leistung stetig optimieren. Bezüglich Antioxidantien heißt das im Training oft: weniger ist mehr! Wer während des Trainings Antioxidantien supplementiert, hat im Wettkampf möglicherweise einen Nachteil.  

Wie ist das möglich?

Der Körper "trainiert", mit oxidativem Stress zurechtzukommen.

Der Zusammenhang von Sport und oxidativem Stress ist komplex. Während eines regelmäßigen moderaten Trainings entsteht relativ wenig oxidativer Stress, an den sich der Köper immer weiter anpassen kann, beispielsweise durch eine höhere Aktivität von sogenannten antioxidativen Proteinen. Der Körper kann nach mehreren Trainingsphasen Schäden durch oxidativen Stress schneller reparieren. Man „trainiert“ sozusagen, mit oxidativem Stress besser umzugehen. Wenn man jedoch während des Trainings Antioxidantien zu sich nimmt, kann der Körper sich nicht anpassen und die Anfälligkeit für oxidativen Stress bleibt weiterhin hoch.

Mäßiger oxidativer Stress wirkt sich poisitiv auf das Training aus.

Außerdem scheint mäßiger oxidativer Stress auch positive Folgen zu haben. Er wird für bestimmte Prozesse im Körper benötigt, z.B. den Muskelaufbau und die muskuläre Ausdauer, indem beispielsweise die Bildung von Mitochondrien, den Kraftwerken der Zellen, gefördert wird. Durch Antioxidantien werden diese Prozesse verschlechtert.

Bei regelmäßigem angepassten Training sollte man auf eine Supplementation mit Antioxidationen verzichten.

Um sein Performance Level zu optimieren, sollte daher beim Training auf eine Supplementation von Antioxidantien verzichtet werden. Dennoch muss auch das Training und die Trainingsintensität selbst beachtet werden. Wer wenig, dafür aber intensiv und bis zur Erschöpfung (über)trainiert, hat seltener aber dafür höheren oxidativen Stress und der Körper kann sich durch die Abstände im Training und den plötzlichen hohen Anstieg freier Radikale nicht anpassen und es folgen eher negative Effekte. Auch bei Wettkämpfen kann daher individuell die Einnahme von Antioxidantien sinnvoll sein.

Fazit

Supplementation sollte individuell auf die Trainings- und Wettkampfphase angepasst sein.

Weniger ist mehr! Wissenschaftlichen Erkenntnisse sollten auch bei der Supplementation im Sport beachtet werden. Sie sollte immer individuell auf die ausgebübte Sportart, die Trainings- bzw. Wettkampfphase und die individuellen Gegebenheiten der Sportler*innen angepasst sein, um optimale Erfolge zu erzielen.

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