Das erworbene Immunsystem

Was bedeutet „erworbenes“ Immunsystem? Was sind Antigene und Antikörper? In dieser Einführung erkläre ich Dir die Grundlagen rund um das Thema körpereigene Abwehr.

Unser Immunsystem schützt uns vor Angriffen von Bakterien, Viren, Pilzen und Parasiten, aber auch vor Umweltgiften, die unserem Körper schaden. Außerdem ist es dafür zuständig, schädigende körpereigene Veränderungen zu erkennen und zu bekämpfen. Das Immunsystem besteht aus vielen verschiedenen Zellen, Signalstoffen oder auch Geweben, die in einem komplexen Zusammenspiel Erreger abwehren. Bei unserer Geburt haben wir bereits einen gewissen Schutz, können aber im Laufe unseres Lebens lernen, mit immer anderen Gefahren zurecht zu kommen. Das nennt man „angeborenes“ und „erworbenes“ Immunsystem.

Lies auch unseren Beitrag im LOEWI magazin „Das angeborene Immunsystem“ und „Wichtige Nährstoffe für das Immunsystem“.

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Was unterscheidet angeborenes und erworbenes Immunsystem?

Das erworbene Immunsystem bekämpft Erreger gezielt.

Das erworbene Immunsystem wird auch „spezifisches“ oder „adaptives“ Immunsystem genannt. Denn hier wird also nicht wie bei angeborenen Immunsystem mit Barrieren oder allgemeinen Abwehrmechanismen gearbeitet, sondern der Erreger wird an bestimmten Eigenschaften erkannt und durch die spezifisch angepasst Immunabwehr gezielt bekämpft. Frei nach dem Motto: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.

Es lernt lebenslang neue Erreger kennen und kann bekannte Erreger sofort erkennen.

Unser erworbenes Immunsystem lernt im Laufe des Lebens viele verschiedene Erreger kennen und kann sich deren spezielle Eigenschaften merken. Im Falle einer erneuten Infektion mit einem bereits bekannten Erreger, kann das Immunsystem viel schneller und effektiver reagieren und die Gefahr ist sofort gebannt. Das nennt man auch „immunologisches Gedächtnis“.

Wie läuft die erworbene Immunantwort ab?

Bestimmte Bestandteile der Erreger gibt es in unserem Körper nicht und werden Antigene genannt.

Bei der angeborenen Immunantwort sorgen sogenannte Fresszellen, die Makrophagen, dafür, dass Krankheitserreger unschädlich gemacht werden. Sie fressen die Erreger und zerlegen sie. Bestimmte Bestandteile der Erreger gibt es in unserem Körper nicht, sie sind also körperfremd und werden Antigene genannt. Anhand dieser Antigene kann unser Immunsystem Freund von Feind unterscheiden und das erworbene Immunsystem kann angreifen.

T-Zellen greifen Erreger in Körperzellen an, B-Zellen Erreger im Blut.

T-Helfer-Zellen nehmen die Antigene von den Makrophagen oder anderen antigenpräsentierenden Zellen auf und helfen, T-Zellen, B-Zellen und Gedächtniszellen zu aktivieren.

Die T-Zellen sind für schädigende eigene Körperzellen zuständig, das heißt, sie zerstören Krebszellen oder Körperzellen, in denen sich Viren oder Bakterien vermehren. Die T-Zellen erkennen die spezifischen Antigene der Krankheitserreger in den Zellen und greifen daher nur die befallenen Körperzellen an.

Die B-Zellen sind für alle Erreger außerhalb der eigenen Körperzellen verantwortlich, also Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten, die beispielsweise in unserem Blut vorkommen. B-Zellen produzieren Antikörper, auch Immunglobuline genannt, gegen die spezifischen Antigene, die ihnen von den T-Helfer-Zellen gezeigt werden. So können ihre Antikörper ganz gezielt die Erreger angreifen.

Antikörper können Erreger neutralisieren, verklumpen und das Komplementsystem aktivieren.

Die von den B-Zellen produzierten Antikörper können Erreger direkt neutralisieren. Das heißt, ein Antikörper kann sich beispielsweise an ein Virus anlagern und so verhindern, dass das Virus an eine Körperzelle andockt und sich dort vermehren kann. Antikörper sorgen auch dafür, dass mehrere Viren oder Bakterien miteinander verklumpen und so leichter von Fresszellen zerstört werden können. Außerdem aktivieren sie das Komplementsystem. Dieses besteht aus vielen verschiedenen Eiweißen, die dafür sorgen, dass körperfremde Zellen zerstört werden. Antikörper können auch zum Schutz Neugeborenen von der Mutter während der Schwangerschaft und über die Muttermilch weitergegeben werden.

Gedächtniszellen sorgen für eine schnelle Immunantwort bei einer erneuten Infektion.

Gedächtniszellen lösen bei einer erneuten Infektion mit dem gleichen Erreger eine schnelle Immunantwort aus, so dass wir oft gar nicht merken, dass wir kurzzeitig mit einem Erreger infiziert waren. Dieses System macht man sich beim Impfen zu nutze. Man spritzt hierbei abgetötete oder abgeschwächte Viren oder Bakterien, die nicht in der Lage sind, die Krankheit auszulösen. Trotzdem erkennt unser Körper sie als fremd und bildet Antikörper und Gedächtniszellen gegen den Erreger. Bei einer tatsächlichen Infektion mit dem Erreger, kann unser Körper dann entsprechen schnell reagieren und wir erkranken nicht. So konnten beispielsweise schwerwiegende Folgen von Masern, Röteln, Keuchhusten und Pocken drastisch verringert werden und Kinder, wie auch Erwachsene vor diesen Krankheiten geschützt werden.

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