Entwicklung personalisierter Nahrungsergänzungsmittel

Wie entstehen personalisierte Nahrungsergänzungsmittel? Welche Schritte sind notwendig? Die Antworten findest Du in diesem Artikel.

Personalisierte Nahrungsergänzungsmittel sind auf den individuellen Nährstoffbedarf des Einzelnen zugeschnitten. Um den Bedarf zu ermitteln und zu überprüfen, in wieweit dieser bereits durch Lebensmittel gedeckt wird, können unterschiedliche Methoden angewandt werden. Auch für die eigentliche Entwicklung der zusätzlich benötigten personalisierten Nahrungsergänzungsmittel gibt es unterschiedliche Herangehensweisen.

Wie personalisierte Ernährung definiert ist und was der “Bedarf” ist, erfährst Du in unserem LOEWI magazin “Einführung in personalisierte Ernährung”.

Welche Schritte sind für die Entwicklung personalisierter Nahrungsergänzungsmittel nötig?

Die Entwicklung von personalisierten Nahrungsergänzungsmitteln erfolgt in vier Schritten.

1. Bedarf ermitteln: 
Wie hoch ist individuelle Bedarf für die verschiedenen Nährstoffe?

2. Bedarfsdeckung überprüfen:
Wird der Bedarf für jeden Nährstoff gedeckt oder bestehen Unter- oder Überversorgungen?

3. Entwicklung der Produkte:
Welche Nährstoffe sind in welcher Dosierung notwendig, damit der Bedarf optimal gedeckt wird? Dürfen bestimmte Substanzen nicht  zugesetzt werden?

4. Nachverfolgung:
Hat sich der Bedarf über die Zeit verändert? Welche Nährstoffe und Dosierungen müssen angepasst werden?

Der Bedarf und die Bedarfsdeckung können sich über die Zeit immer wieder verändern. Daher ist es wichtig, diese immer wieder zu überprüfen, beispielsweise alle 3 bis 6 Monate. Nachverfolgung steht demnach in im Mittelpunkt der anderen Schritte und deutet an, dass dies drei anderen Schritte immer wiederholt statt finden. Nachdem also das personalisierte Produkt hergestellt und eingenommen wurde, fängt der Kreislauf wieder von vorne an und der Bedarf wird erneut gemessen, die Bedarfsdeckung überprüft und das personalisierte Produkt angepasst. 

Wie wird der individuelle Nährstoffbedarf ermittelt?

Der individuelle Bedarf an Nährstoffen hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Der individuelle Bedarf an Nährstoffen hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Er wird durch Alter, Geschlecht, Medikamente oder Erkrankungen, unsere Gene, unsere Bakterien im Darm und natürlich auch durch unseren Lebensstil beeinflusst. Zum Lebensstil gehört unsere körperliche Aktivität, unser Umgang mit Stress und ob sich unser Körper in besonderen Umständen wie beispielsweise einer Schwangerschaft befindet. Zusätzlich hängt der Bedarf von der individuellen Bioverfügbarkeit ab. Lies dazu auch LOEWI magazin „Bioverfügbarkeit“ und „Wechselwirkungen“.

Oft sind Beschreibungen und Definitionen rund um den individuellen Nährstoffbedarf sehr abstrakt. Daher hier ein kleines Beispiel:

Karl ist 69 Jahre alt, männlich und eher unsportlich. Er ist außerdem Diabetiker und nimmt das Medikament Metformin ein. Dadurch ist sein Bedarf an Folsäure und Vitamin B12 ist höher, als bei anderen 69-jährigen Männern. Da er eher unsportlich ist, ist sein Bedarf an Kalorien niedriger im Vergleich zu sportlicheren Altersgenossen. Zusätzlich wurde festgestellt, dass die Bioverfügbarkeit von Vitamin D bei Karl sehr gering ist. Er hat demnach einen höheren Bedarf an diesem Vitamin.

LOEWI stellt detaillierte Fragen, um den Bedarf des Einzelnen zu ermitteln.

LOEWI nutzt zur Ermittlung des individuellen Bedarfs Fragebögen, die unter anderem Alter, Geschlecht, Medikamentengabe und diagnostizierte Erkrankungen, körperliche Aktivität abfragen. Die Besonderheit bei LOEWI ist nicht nur, dass Wechselwirkungen mit Medikamenten oder Erkrankungen berücksichtigt werden. LOEWI fragt auch explizit nach bestimmten Zielen des Einzelnen. So können Personen angeben, dass sie besonderes Augenmerk auf ihr Immunsystem oder Stressabbau legen möchten. Leistungssportlerinnen und -sportler können unter anderem geben, ob sie sich in einer Regenerations- oder Wettkampfphase befinden. 

Mit zwei Bluttests bestimmt LOEWI die individuelle Bioverfügkarkeit.

Über zwei LOEWI Bluttests kann die individuelle Bioverfügbarkeit für Nährstoffe berechnet werden. Der erste Bluttest zeigt, welche Nährstoffmängel vorliegen und es werden entsprechend personalisierte Nährstoffe von LOEWI dosiert. Wenn diese täglich eingenommen werden, kann ein zweiter Bluttest nach ca. drei Monaten die individuelle Bioverfügbarkeit dieser Nährstoffe für die letzten drei Monate berechnen.

Es gibt nur wenige Empfehlungen, die sich aus dem Mikrobiom und den Genen ableiten lassen.

Es gibt einige wissenschaftliche Studien, die das Mikrobiom, also die Bakterien in unserem Dickdarm, oder bestimmte Gene mit einem höheren oder niedrigeren Bedarf an Nährstoffen in Zusammenhang bringen. Allerdings können kaum konkrete Ernährungsempfehlungen aus diesen Studien abgeleitet werden. Daher werden bei LOEWI keine Gene oder Bakterien aus dem Darm analysiert. Die Wissenschaft steckt hier noch in den Kinderschuhen. 

Wie wird gemessen, ob der Bedarf gedeckt wird?

Über Fragebögen kann nur ungefähr abgeschätzt werden, ob der Nährstoffbedarf gedeckt wird.

Nachprüfen, inwiefern der individuelle Bedarf gedeckt wird, kann man beispielsweise durch Fragebögen zum Essverhalten. In Fragebögen wird abgefragt, wie viel von welchen Lebensmittel über einen bestimmten Zeitraum gegessen wurden. Dann werden alle Nährstoffe in den verzehrten Lebensmitteln zusammengerechnet und man kann abschätzen, wie viele Nährstoffe tatsächlich über den Darm in den Körper aufgenommen wurden. Solche Fragebögen sind allerdings oft sehr ungenau und subjektiv. Viele vergessen, was sie über den Tag gegessen haben und können nur schlecht abschätzen, wie viel es tatsächlich war. Die Lebensmittel einzeln zu wiegen, ist jedoch sehr zeitaufwändig und unpraktikabel.

Blutproben sind objektiver und zuverlässiger, um die Bedarfsdeckung zu überprüfen.

Daher sind Blutproben hier viel zuverlässiger und objektiver. Wissenschaftler haben in vielen Studien untersucht, welche Blutwerte für welche Nährstoffe und das jeweilige Alter, Geschlecht oder bestimmte Krankheiten optimal sind. Liegen die Blutwerte in diesem optimalen Bereich, dann decken wir durch unsere Ernährung auch optimal unseren Nährstoffbedarf. Liegen die Blutwerte über dem Bereich, essen wir zu viele dieser Nährstoffe, liegen sie darunter, essen wir zu wenige.

Bleiben wir bei unserem Beispielkandidat Karl, um die Bedarfsdeckung zu erläutern. Bei Karl wurde festgestellt, dass er einen starken Vitamin D-Mangel im Blut hat. Außerdem hat er leicht erniedrigte Werte bei einigen anderen Vitaminen, wie B12 und Folsäure. Er nimmt also nicht genug Vitamin D, B12 und Folsäure mit der Nahrung auf. Er hat zusätzlich erhöhte Blutfettwerte, das heißt er nimmt zu viele gesättigte Fettsäuren auf. Die optimalen Blutwerte, die er erreichen sollte, wurden in wissenschaftlichen Studien ermittelt.

LOEWI misst die wichtigsten Blutwerte.

So funktioniert Blutabnehmen bei LOEWI. Die Blutprobe kann selbstständig zuhause genommen werden, ohne medizinische Kenntnisse.

LOEWI fragt sowohl über einen Fragebogen das Essverhalten ab und untersucht zusätzlich die wichtigsten Blutwerte, um festzustellen, ob der individuelle Bedarf gedeckt wird. Dazu gehören 

  • Vitamin D
  • Vitamin B12
  • Folsäure
  • Eisen
  • Selen
  • Kupfer
  • Blutfette gemessen wie omega-3- und omega-6-Fettsäuren, HDL und LDL Cholesterin sowie Triglyceride.

LOEWI gleicht die gemessenen Blutwerte mit über 15.000 Studien ab.

Die gemessenen Blutwerte und die Fragebögen zum Bedarf mit Angaben zum Alter, Geschlecht, Medikamenten und vielem mehr werden mit einer Datenbank aus über 15.000 Studien abgeglichen. Das heißt, es wird in diesen Studien nach den optimalen Blutwerten für jede Einzelne und jeden Einzelnen mit ihrem und seinem individuellen Bedarf gesucht und dann die tatsächlich gemessenen Blutwerte mit diesen optimalen Werten verglichen. 

Wie werden personalisierte Nahrungsergänzungsmittel dosiert und zusammengestellt?

Anhand der Bedarfsdeckung wird die optimale Dosierung berechnet.

Durch den Vergleich von gemessenen und optimalen Werten ist bekannt, bei welchen Nährstoffen der Bedarf nicht gedeckt wird. Diese Nährstoffe müssen also zusätzlich aufgenommen werden, da der Bedarf durch die normale Ernährung nicht ausreichend gedeckt wird. Die Dosierung der Nährstoffe ist davon abhängig, wie sehr der Blutwert vom Optimum abweicht. 

Bei Karl ist der Vitamin D-Wert beispielsweise sehr stark erniedrigt, das heißt, er muss viel Vitamin D zusätzlich einnehmen. Folsäure war nur knapp unterhalb des optimalen Bereichs, hier reicht es, nur wenig Folsäure über seine personalisierten Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.  

Zusatz weiterer Substanzen ist möglich.

In personalisierte Nahrungsergänzungsmittel können nicht nur Nährstoffe zu gesetzt werden, sondern auch andere Substanzen, wie sekundäre Pflanzenstoffe oder Extrakte von Obst oder Gemüse. Bei manchen Substanzen wurde in wissenschaftlichen Studien gezeigt, dass sie unter bestimmten Umständen vorteilhaft sind. 

Ausschluss bestimmter Substanzen auf grund von Allergien oder Intoleranzen ist möglich.

Bestimmte Substanzen sollten bei Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamenten oder Krankheiten nicht zugesetzt werden. Bei einer Allergie gegen Birkenpollen kann es beispielsweise zu Kreuzreaktionen mit bestimmten Lebensmitteln kommen. Extrakte dieser Lebensmittel sollten dann nicht zugesetzt werden. Das gleiche gilt für bestimmte Wechselwirkungen mit Krankheiten oder Medikamenten. Lies dazu auch LOEWI magazin „Wechselwirkungen“.

LOEWI berücksichtigt Wechselwirkungen

LOEWI dosiert die einzelnen Nährstoffe, die zusätzlich benötigt werden, so genau wie möglich. Aus über 120 Einzelstoffen wird hier individuell nur das zusammengestellt, was auch wirklich benötigt wird und sinnvoll ist. Außerdem berücksichtigt LOEWI Wechselwirkungen mit über 5.300 Krankheiten, 3.200 Medikamenten und 850 Allergien und Intoleranzen.  

Nachverfolgung ist bei LOEWI jederzeit möglich.

Wie oben bereits erläutert, ist die Nachverfolgung ein wichtiger Schritt in der Entwicklung personalisierter Nahrungsgänzungsmittel, da sich der Bedarf über die Zeit und abhängig vom Essverhalten ändert. Bei LOEWI ist jeder Zeit ein neuer Bluttest möglich, um die eigene Bedarfsdeckung zu überprüfen und die individuellen Nährstoffe und Dosierungen anzupassen.

In welcher Form werden personalisierte Nahrungsergänzungsmittel hergestellt?

Flüssigkeiten, Tabletten, Granulate... alles ist möglich

Nahrungsergänzungsmittel gibt es in vielen Formen. Für eine personalisierte Zusammenstellung können beispielsweise verschiedene Tabletten kombiniert werden, so dass eine optimale Mischung entsteht. Zum Beispiel eine Tablette mit Vitamin D, eine weitere für Eisen und noch eine für bestimmte B-Vitamine. Oft ist jedoch die Dosierung der einzelnen Tabletten fest vorgegeben und nicht ganz optimal an den Bedarf angepasst. Die Vitamin D Tablette kann so beispielsweise doch etwas zu viel und die B-Vitamine etwas zu niedrig dosiert sein. Flüssigkeiten lassen sich oft besser dosieren, allerdings ist die Haltbarkeit hier begrenzt.

Granulate sind besonders günstig für personalisierte Nahrungsergänzungsmittel. Granulate sind kleine Plättchen aus unlöslichen oder löslichen Stoffen, in welche die Nährstoffe eingearbeitet sind. Diese Plättchen können viel genauer dosiert werden als große Tabletten. Und Personen mit Schluckbeschwerden haben es mit Granulaten, die auch in breiige Speisen eingerührt werden können, wesentlich einfacher als mit Tabletten. 

LOEWI verwendet Granulate mit einer Matrix aus reinem Guarkernmehl.

LOEWIs Nährstoffe werden in einen schwer verdaulichen Ballaststoff, dem rein pflanzlichen Guarkernmehl eingearbeitet. Gelangen die Nährstoffe in den Darm, saugen sie sich mit Wasser voll und bedecken großflächig die Darmwand. Die Nährstoffe werden dann über mehrere Stunden an den Körper abgegeben, so wie es auch bei Obst und Gemüse der Fall ist. Durch die einzelnen Granulate wird verhindert, dass sich bestimmte Nährstoffe gegenseitig behindern und dadurch nicht aufgenommen werden. So wird eine hohe Bioverfügbarkeit gewährleistet. Lies dazu auch LOEWI magazin „Bioverfügbarkeit“.

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