Omega-3-Fettsäuren und Index

Was sind Omega-3-Fettsäuren und was sagt der der Omega-3-Index aus? Was ist mit DHA und EPA gemeint? Alle Infos dazu findest Du in diesem Artikel.

Fette werden in „gesättigt“, „einfach ungesättigt“ und „mehrfach ungesättigt“ unterteilt. Zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren gehören die Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Die Vorstufen der Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren kann unser Körper nicht selbst herstellen, deshalb müssen wir diese oder weitere wichtige Omega-3-Fettsäuren mit der Nahrung aufnehmen.

Besonders wichtige Omega-3-Fettsäuren sind die Eicosapentaensäure (EPA) und die Docosahexaensäure (DHA). Gemessen an allen Fettsäuren in den roten Blutkörperchen sollten EPA und DHA insgesamt einen Anteil von 8 bis 11% haben. Dieser Anteil wird als Omega-3-Index bezeichnet. In Europa liegt der Index im Durchschnitt bei nur ca. 4%. Das heißt, es werden zu wenig Omega-3-Fettsäuren im Vergleich zu allen anderen Fettsäuren aufgenommen. DHA und EPA kommen vor allem in fettreichen Fischen wie Hering vor. Leinöl und Rapsöl sind gute Lieferanten für die Vorstufen dieser Fettsäuren. 

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Wofür braucht unser Körper Omega-3-Fettsäuren?

Blutfette, Herzkreislauf- und Immunsystem, Gehirn, Zellmembranen

Omega-3-Fettsäuren tragen dazu bei, dass bestimmte Blutfette wie Triglyceride und LDL-Cholesterin gesenkt werden, denn hohe Werte dieser Blutfette haben negative Auswirkungen auf den Körper. Gleichzeitig erhöhen omega-3-Fettsäuren den HDL-Cholesterin-Spiegel. Dieses Cholesterin wird auch als „gutes Cholesterin“ bezeichnet und wirkt sich positiv auf den Körper aus. Omega-3-Fettsäuren sind zudem wichtig für die Bildung bestimmter Hormone, die verschiedenste positive Wirkungen auf den Körper haben, unter anderem auf das Herzkreislaufsystem und das Immunsystem. Außerdem ist die Fettsäure DHA ist ein wesentlicher Bestandteil des Hirngewebes, daher ist vor allem in der Schwangerschaft und im Kindesalter ist ein optimaler Omega-3-Index besonders wichtig. Auch auf die Körperzellen per se wirken sich Omega-3-Fettsäuren positiv aus. Die Körperzellen werden durch sogenannte Membranen voneinander getrennt, die  unter anderem aus Fettsäuren bestehen. Je mehr ungesättigte Fettsäuren eingebaut werden, desto flexibler und beweglicher sind die Membranen.

Was passiert bei einem Mangel oder einem niedrigen Index?

Herzkreislauf, Immunsystem, Insulin und mentale Erkrankungen

Ein niedriger Omega-3-Index kann zu einem höheren Risiko für Erkrankungen des Herzkreislaufsystems führen als ein Omega-3-Index im optimalen Bereich. Außerdem wirkt sich eine geringe Zufuhr von Omega-3-Fetten negativ auf das Immunsystem aus, da diese Ausgangsstoffe für bestimmte Hormone sind, die eine wichtige Rolle bei den Immunabwehr. Hinzu kommt, dass Personen mit Depressionen in einigen Studien einen niedrigen Omega-3-Spiegel aufwiesen, besonders bezüglich DHA und EPA. 

Was passiert bei einem Überschuss?

Schädigung der Blutgefäße, Demenz und genetische Ursachen

Eine Überdosierung mit Omega-3-Fettsäuren (über 3g täglich) kann zu Blutgerinnungsstörungen führen, da diese das Aneinanderlagern der Blutplättchen verhindern und so Wunden nur langsam und schlecht verschlossen werden. Eine zu hohe Zufuhr von wirkt sich außerdem negativ auf das Immunsystem aus und unterdrückt die Immunabwehr. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind besonders reaktiv, das heißt, durch Sie werden sogenannte „freie Radikale“ gebildet, die dem Körper schaden können. Daher wird empfohlen, bei einer hohen Zufuhr zeitgleich Antioxidantien, wie Vitamin E einzunehmen. Diese dienen als „Radikalfänger“ und neutralisieren die freien Radikale.

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