Triglyceride

Was sind Triglyceride und was haben die mit Fett zu tun? Was passiert bei einem hohen Wert? Interessante Informationen rund um dieses Thema gibt es hier.

Triglyceride, auch Triacylglycerine genannt, bestehen hauptsächlich aus drei Fettsäuren. Es gibt „gesättigte“ und „ungesättigte“ Fettsäuren. Je mehr gesättigte Fettsäuren in den Triglyceriden sind, desto fester ist das Fett, z.B. wie bei Butter oder Kokosfett. Je mehr ungesättigte Fettsäuren enthalten sind, desto flüssiger ist das Fett, z.B. wie bei Rapsöl oder Leinöl. Ein Großteil des über die Nahrung aufgenommenen Fettes besteht aus Triglyceriden und ca. 98% dieser Triglyceride nimmt unser Körper auch tatsächlich auf.

Fett wird im Körper auch in Form von Triglyceriden gespeichert. Wenn übermäßig viel Kohlenhydrate gegessen werden, kann der Körper daraus ebenfalls Triglyceride herstellen und als Körperfett einlagern. Der Körper nutzt die gespeicherten Triglyceride zur Energiegewinnung, wenn man nicht ausreichend viel isst. 

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Wofür braucht unser Körper Triglyceride?

Energiequelle und -speicher

Triglyceride werden vom Körper verstoffwechselt, um Energie zu gewinnen und sind gleichzeitig der Energiespeicher für den Körper. Denn Fett hat eine sehr hohe Energiedichte; ein Kilogramm Körperfett hat ca. 9000 kcal. Ein normalgewichtiger Mensch kann daher rein rechnerisch ca. 2 Monate ohne Nahrung auskommen, wenn genug Wasser zur Verfügung steht. 

Was passiert bei einem Mangel?

Hinweis auf Erkrankungen

Zu niedrige Triglycerid-Werte können durch eine Schilddrüsenüberfunktion, Mangelernährung oder Fettstoffwechselstörung entstehen. Derzeit gibt es aber keine Hinweise darauf, dass ein niedriger Triglyceridspiegel sich nachteilig auf den Körper auswirkt.   

Was passiert bei einem Überschuss?

Atherosklerose und Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Zu hohe Triglyceridwerte (über 180mg/dl) werden als Hypertriglyceridämie bezeichnet. Vor allem bei Alkoholismus, Fettleibigkeit und Diabetes kann es zu einer Hypertriglyceridämie kommen. Bestimmte Hypertriglyceridämien können auch genetisch bedingt sein, also vererbt werden.

Zu hohe Triglyceridwerte steigern das Risiko für Gefäßerkrankungen wie Atherosklerose, also das Anlagern von Cholesterinresten an die Blutgefäßwände. Dies kann zu einer schlechteren Blutversorgung bis hin zu einem Verschluss von Blutgefäßen führen. Folgen davon können wiederum Herzinfarkte oder Schlaganfälle sein. Bei stark erhöhten Werten von über 1000mg/dl kann es zusätzlich zu einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse kommen. 

Adler S, Koula-Jenik H, Miko M, Kraft M, Schulz RJ. Leitfaden Ernährungsmedizin. München: Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH; 2015. 

Biesalski H-K, Grimm P, Nowitzki-Grimm S. Taschenatlas Ernährung. 7. Aufl. s.l.: Georg Thieme Verlag KG; 2017.

Nixdorff U. Check-Up-Medizin: Prävention von Krankheiten – Evidenzbasierte Empfehlungen für die Praxis: Thieme; 2009.

Piper W. Innere Medizin. 2., überarb. Aufl. Berlin: Springer Medizin; 2013. (Springer-Lehrbuch). 

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