Vitamin B12

Wofür brauchen wir Vitamin B12? Was passiert bei einem Mangel? Kann man auch zuviel aufnehmen? Alles rundum dieses Vitamin erfährst Du hier.

Vitamin B12 ist ein wasserlösliches Vitamin, das vor allem in Leber, Schalentieren, Fleisch, Käse und Eiern vorkommt. Gewöhnlich wird es in Kombination mit anderen B-Vitaminen als „Vitamin-B-Komplex“ eingenommen, um die Aufnahme zu verbessern. Um aktiv Vitamin B12 aufzunehmen, braucht der Körper einen speziellen Transporter, den sogenannten „Intrinsic Factor“. Die Menge des Intrinsic Factors ist begrenzt, weshalb nur ca. 1,5 µg des Vitamins pro Mahlzeit aufgenommen werden können. Zusätzlich kann der Körper einen Teil des Vitamin B12 passiv über Diffusion aufnehmen. Das heißt, dass es ohne speziellen Transporter einfach durch die Darmwand schlüpfen kann und dann ins Blut aufgenommen wird. Allerdings kann passiert diese passive Diffusion nur, wenn sehr viel Vitamin B12 auf einmal aufgenommen wird. Aus diesem Grund sind hohe Dosen des Vitamins bei einem Mangel sinnvoll, damit es sowohl aktiv als auch passiv aufgenommen wird. Allgemein hat der Körper einen großen Speicher an Vitamin B12, von dem über mehrere Jahre gezehrt werden kann.

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Nationale Verzehrstudie aus Deutschland

  • 54% der Männer die täglich empfohlene Menge ein.
  • 45% der Frauen nehmen die täglich empfohlene Menge ein.

Wofür braucht unser Körper Vitamin B12?

Homocystein, DNA und rote Blutkörperchen

Vitamin B12 ist gemeinsam mit Folsäure daran beteiligt, Homocystein in die Aminosäure Methionin umzuwandeln. Es spiel außerdem eine Rolle bei der Entstehung des Erbguts, also unserer DNA und ist an der Bildung und Entwicklung von roten Blutkörperchen beteiligt. Diese transportieren Sauerstoff von der Lunge in die Muskulatur und die Organe.

Was passiert bei einem Mangel?

Kribbeln, Sehstörungen, Gedächstnisstörungen und Blutarmut

Ein Mangel an Vitamin B12 kann zu Taubheit oder Kribbeln in Gliedmaßen, Koordinations- oder Sehstörungen, aber auch Stimmungsschwankungen und Gedächtnisstörungen zur Folge haben. Es kann außerdem zu einer sogenannten pernizösen oder megaloblastären Anämien, also bestimmten Formen von Blutarmut führen, bei denen zu wenig Vitamin B12 für die Blutbildung vorhanden ist.

Zur Behandlung des Diabetes wird zumeist das Medikament Metformin eingesetzt. Bei Patienten, die dieses Medikament einnehmen, kann es daraufhin zu einem Vitamin B12-Mangel kommen.

Was passiert bei einem Überschuss?

Keine schädigende Wirkung bekannt.

Schädliche Effekte einer Überversorgung sind nicht bekannt. 

Biesalski HK. Ernährungsmedizin: Nach dem neuen Curriculum Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer ; 276 Tabellen. 4., vollst. überarb. und erw. Aufl. Stuttgart: Thieme; 2010.

Biesalski H-K. Vitamine und Minerale: Indikation, Diagnostik, Therapie. Stuttgart, New York: Georg Thieme Verlag; 2016.

Max-Rubner-Institut, Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Hrsg. Nationale Verzehrstudie II.; 2008.

Wulffelé MG, Kooy A, Lehert P, Bets D, Ogterop JC, van der Borger Burg B et al. Effects of short-term treatment with metformin on serum concentrations of homocysteine, folate and vitamin B12 in type 2 diabetes mellitus: a randomized, placebo-controlled trial. Journal of internal medicine 2003; 254(5):455–63. 

Xu L, Huang Z, He X, Wan X, Fang D, Li Y. Adverse effect of metformin therapy on serum vitamin B12 and folate: short-term treatment causes disadvantages? Medical hypotheses 2013; 81(2):149–51.

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