Wechselwirkungen bei Nährstoffen

Was sind Wechselwirkungen? Was passiert mit Vitaminen und Mineralien im Darm, wenn ich Kaffee trinke oder Medikamente einnehme? Hier findest Du Antworten.

Substanzen können sich in unserem Körper gegenseitig beeinflussen. Dadurch verändert sich die Wirkung dieser Substanzen. Diese Vorgänge nennen sich „Wechselwirkungen“ oder auch „Interaktionen“.

Bekannt sind diese etwas abstrakten Wechselwirkungen vor allem aus der Medizin. Wenn verschiedene Medikamente auf einmal eingenommen werden, kommt es vor, dass sich die Medikamente gegenseitig beeinflussen und die Wirkung der Medikamente abgeschwächt oder verstärkt wird. 

Welche Rolle spielen Wechselwirkungen bei der Ernährung?

Kombination von Vitamin C und Eisen in LOEWIs Nährstoffgranulat für eine optimale Aufnahme

Wechselwirkungen gibt es bei Nährstoffen untereinander, mit Medikamenten, Krankheiten, Allergien und Intoleranzen.

Der Transport von Nährstoffen vom Darm ins Blut durch andere Nährstoffe, Pflanzenextrakte oder Medikamente erschwert oder erleichtert werden. Die hierbei auftretenden Wechselwirkungen werden ausführlich im LOEWI magazin „Bioverfügbarkeit“ erläutert.

Im Körper selbst ist es möglich, dass es durch Wechselwirkungen von Nährstoffen mit anderen Substanzen zu Nebenwirkungen kommt. Auch bei Krankheiten, Intoleranzen und Allergien können Wechselwirkungen mit Nährstoffen auftreten.

Nährstoffe und Medikamente

Nährstoffe haben Einfluss auf die Aufnahme und Wirksamkeit von Medikamenten.

Nährstoffe haben Einfluss auf die Aufnahme und Wirksamkeit von Medikamenten. Bestimmte Antibiotika sollten beispielsweise nicht zeitgleich mit Kalzium eingenommen werden. Diese verbinden sich miteinander und das in diesen Verbindungen gefangene Medikament kann nicht mehr in den Körper aufgenommen werden. Ebenso führt die gemeinsame Einnahme von Vitamin K und Warfarin, einem Mittel zur Vorbeugung von Thrombose, zu Wechselwirkungen. Vitamin K sorgt für eine Verklumpung des Bluts, beispielsweise um Wunden zu schließen. Das soll aber bei Thrombosegefahr vermieden werden, den hier ist das Risiko groß, dass Verklumpungen die Blutgefäße verstopfen können. Daher ist die Wirkung von Warfarin bei Einnahme von Vitamin K verringert.

Das bekannteste Beispiel für ein Lebensmittel, das Wechselwirkungen mit Medikamenten verursacht, ist der Grapefruitsaft. Er enthält spezielle Substanzen, die den Abbau vieler Medikamente verhindern. Diese wirken dann über einen viel längeren Zeitraum als vorgesehen und es kommt zu Überdosierungen und unerwünschten Nebenwirkungen. Daher: kein Grapefruitsaft bei Medikamenteneinnahme.

Medikamente haben Einfluss auf die Aufnahme und Wirksamkeit von Nährstoffen.

Umgekehrt können sich Medikamente auch auf die Aufnahme und Wirksamkeit von Nährstoffen auswirken. Beispielsweise werden bei Magenerkrankungen oft sogenannte Protonenpumpenhemmer eingenommen. Das kann langfristig zu einem Magnesium- und Vitamin B12-Mangel führen, da das Medikament die Aufnahme der Nährstoffe in den Körper behindert. Ein anderes Beispiel ist “Theophyllin“, das vor allem bei Asthma eingesetzt wird. Es dazu führen, dass ein Vitamin B6-Mangel auftritt.

LOEWI berücksichtigt über 3.200 Wechselwirkungen mit Medikamenten.

Bei LOEWI werden diese Wechselwirkungen berücksichtigt. LOEWI fragt individuell ab, welche Medikamente eingenommen werden und gleicht dann mit einer Datenbank von mehr als 3.200 Studien ab, ob diese Medikamente Wechselwirkungen mit Nährstoffen  aufweisen. Gibt es Nährstoffe, die einen Einfluss auf die Aufnahme oder Wirkung dieser Medikamente haben, werden LOEWIs personalisierte Nahrungsergänzungsmittel ohne diese Nährstoffe zusammengestellt. Bei der Einnahme von Antibiotika wird also kein Kalzium, bei Warfarin kein Vitamin K zugesetzt.

Gibt es umgekehrt Medikamente, die einen Einfluss auf die Aufnahme von Nährstoffen haben, wird eine entsprechend höhere Dosis der Nährstoffe eingesetzt. Beispielsweise setzt LOEWI bei Theophyllin mehr Vitamin B6 und bei Protonenpumpenhemmern mehr Magnesium und Vitamin B12 zu. Bei LOEWIs individuellen Lebensmittelempfehlungen wird außerdem Grapefruitsaft ausgeschlossen, wenn Medikamente eingenommen werden, die Wechselwirkungen damit gezeigt haben.

Nährstoffe und Krankheiten oder bestimmte Lebensumstände

Nährstoffe haben einen positiven Einfluss auf verschiedene Funktionen im Körper.

Nährstoffe sind für verschiedenste Funktionen im Körper notwendig. Die Einnahme von Kalzium wird beispielsweise für die Erhaltung der Knochen benötigt. Einfach oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren tragen zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels bei. Vor allem die mehrfach ungesättigten Fettsäuren EPA und DHA, so genannte omega-3-Fettsäuren, sind wichtig. Sie tragen unter anderem zu einer normalen Herzfunktion bei. Ein schwaches Immunsystem führt dazu, dass man sich vermehrt mit Krankheiten ansteckt. Eisen, Selen, Zink sowie verschiedene Vitamine tragen zum Erhalt des Immunsystems bei.

Nährstoffe können unter bestimmten Umständen einen negativen Einfluss haben.

Nährstoffe können aber auch negative Folgen bei bestimmten Erkrankungen oder unter bestimmten Umständen haben. Beispielsweise sollten Schwangere vor allem im ersten Trimester auf eine Zufuhr von Vitamin A über Nahrungsergänzungsmittel verzichten, da ein Überangebot von Vitamin A zu angeborenen Störungen beim Baby führen kann. Es gibt auch Hinweise darauf, dass täglich mehr als 20 mg Betacarotin, die Vorstufe von Vitamin A, bei Rauchern möglicherweise das Risiko für Lungenkrebs erhöhen kann.

Krankheiten haben Einfluss auf die Nährstoffversorgung.

Krankheiten können auch Einfluss auf die Nährstoffversorgung haben. Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie beispielsweise Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa sind Abschnitte des Darms entzündet oder es kommen Darmblutungen vor. Nährstoffe wie Eisen können nicht vollständig aufgenommen werden und gehen zusätzlich über die Blutungen verloren. Diese Patienten haben dann aufgrund ihrer Erkrankung einen höheren Bedarf an Eisen. Auch während der Schwangerschaft und Stillzeit steigt der Bedarf an bestimmten Nährstoffen, wie Folsäure, Jod oder Kalzium.

LOEWI berücksichtigt über 5.300 Wechselwirkungen mit Krankheiten oder anderen Veränderungen des Körpers.

LOEWI berücksichtigt über 5.300 wissenschaftlichen Studien, die Wechselwirkungen zwischen Nährstoffe und Krankheiten oder anderen Veränderungen des Körpers untersucht haben. Je nach individueller Zielsetzung oder Erkrankung werden die negativen und positiven Wechselwirkungen der Nährstoffe berücksichtigt. Außerdem wird der erhöhte Nährstoffbedarf bei bestimmten Krankheiten oder beispielsweise während der Schwangerschaft und Stillzeit von LOEWI einbezogen. Schwangere erhalten beispielsweise kein Vitamin A, dafür aber mehr Folsäure und Jod.

Nährstoffe und Allergien oder Intoleranzen

Allergien lösen eine übermäßig hefige Reaktion des Immunsystems aus.

Allergien werden durch Substanzen ausgelöst, die von außen, beispielsweise aus der Luft oder über den Kontakt mit der Haut, in den Körper gelangen. Diese eigentlich harmlosen Substanzen können bei manchen Personen einen übermäßig heftige Reaktion des Immunsystems auslösen. Es kann zu Quaddeln auf der Haut bis hin zu Atemnot kommen. Die bekanntesten Nahrungsmittel-allergien betreffen Kuhmilch, Nüsse, Soja, Hühnerei und Erdnüsse.

Bei Intoleranzen liegt eine Stoffwechselstörung zugrunde.

Bei Intoleranzen liegt eine Stoffwechselstörung zu Grunde. Der Körper kann also bestimmte Substanzen nicht verarbeiten, die dann zu Problemen führen können. Beispielsweise fehlen dem Körper bei einer Laktoseintoleranz bestimmte Eiweiße, um Laktose zu zerkleinern. Die Laktose kann im Darm nicht aufgenommen werden und es kommt zu Blähungen und Durchfall. Bei der Histaminintoleranz kann der Körper überschüssiges Histamin nicht ausreichend abbauen. Durch das vermehrte Histamin im Körper kommt es zu Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Beschwerden.

Allergien und Intoleranzen können Wechselwirkungen mit Nährstoffen haben.

Manche Allergien und Intoleranzen haben zunächst nichts mit Lebensmitteln oder Nährstoffen zu tun, können aber Wechselwirkungen mit ihnen haben. Bei Allergien ist bekannt, dass es zu sogenannten „Kreuzallergien“ kommt. Wer beispielsweise gegen Baumpollen allergisch ist, verträgt oft auch Nüsse, Äpfel, Kiwi oder Sellerie nicht. Bei Gräserallergien können Kreuzallergien mit Tomaten, Melone oder Hülsenfrüchten auftreten. Die seltene Lederkontaktallergie wird nicht durch Leder selbst, sondern durch das Chrom, mit dem Leder bearbeitet wurde, ausgelöst. Daher können bei Personen mit dieser Allergie auch Nahrungs-ergänzungsmittel mit Chrom eine allergische Reaktion auslösen. Bei der Histaminintoleranz kann es nicht nur bei der Einnahme von histaminreichen Lebensmitteln wie alkoholische Getränken, Nüssen oder Tomaten zu Beschwerden kommen, sondern auch bei Einnahme des Vitamins Niacin über Nahrungsergänzungsmittel.

LOEWI berücksichtigt über 850 Wechselwirkungen zwischen Nährstoffen und Allergien bzw. Intoleranzen.

LOEWI berücksichtigt sowohl die Allergien und Intoleranzen, die direkt durch Lebensmittel oder Nährstoffe ausgelöst werden, als auch über 850 Wechselwirkungen. Bei Lederkontaktallergie wird kein Chrom zugesetzt, bei Baumpollenallergie werden Lebensmittel mit bekannten Kreuzallergien und bei Histaminintoleranz Lebensmittel mit hohem Histamingehalt ausgeschlossen. Bei letzterer wird LOEWIs personalisierten Nährstoffen auch kein Niacin zugesetzt.

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