Natrium (Bild fehlt!)

Natrium ist ein sehr wichtiger Mineralstoff aus der Gruppe der Mengenelemente. Es ist vor allem als Kochsalz (NaCl) bekannt und wird zum Würzen von Speisen benutzt. Im Sport ist Natrium das wichtigste Elektrolyt. Der Natriumgehalt ist eng mit dem Wasserhaushalt verbunden. Da die Aufnahme an Natrium in den Industrieländern zumeist zu hoch ist, wird oftmals eine Salzreduktion angestrebt. Natrium reguliert den Blutdruck, Wasserhaushalt und den osmotischen Druck in den Zellen. NaCl aktiviert wichtige Enzyme und leitet den Informationsaustausch zwischen Nervenzellen ein. Quellen für den Mineralstoff sind Kochsalz, gesalzene und geräucherte Produkte, sowie Mineralwasser [1] [2] [3].

Funktion von Natrium

Im Austausch mit Kalium reguliert Natrium den Druck in der Zelle (Regulation des osmotischen Drucks) [1] [2] [3].
Durch denselben Austausch wird ein Membranpotential aufgebaut, welches wie ein elektrischer Strom wirkt, der Nerven- und Muskelzellen aktiviert [1] [2] [3].
Natrium reguliert den Säure-Basen-Haushalt und den Wasserhaushalt, da ohne Natrium kein Wasser aufgenommen werden kann [1] [2] [3].
In Industrie und Haushalt wird Natrium als Konservierungsmittel und Gewürz eingesetzt [1].
Der Informationsaustausch zwischen den Zellen sowie deren Funktionsfähigkeit wird durch Natrium ermöglicht [3].
Enzyme werden durch Natrium aktiviert.

Mangelerscheinungen

Bei einem Natriummangel kommt es zu Muskelkrämpfen und Schwäche, durch eine gestörte Nerven- und Muskelreizleitung. Gerade bei Sportlern ist es wichtig diesen Mangel wieder auszugleichen [1] [2] [3].
Außerdem kommt es zu einer Abnahme des Blutvolumens, was mit dem Wasserhaushalt einhergeht. Dadurch erhöht sich die relative Zahl an roten Blutkörperchen (erhöhte Hämatokrit-Werte) und der Blutdruck sinkt [1] [2].
Auch ein dauerhaft erhöhter Puls (Tachykardie) oder Herzrhythmusstörungen können die Folgen eines Natriummangels sein [1] [2].

Überschuss von Natrium

Bei erhöhter Natriumzufuhr kommt es aufgrund der erhöhten Wasseraufnahme zu Bluthochdruck [1] [2].
Weiterhin wird durch den Natriumüberschuss auch mehr Calcium ausgeschieden, was zu einem erhöhten Osteoporoserisiko führt [1] [2].
Durch die gestörte Nervenreizleitung kann es bei einem Natriumüberschuss zu Problemen mit dem zentralen Nervensystem kommen [1].
Auch eine Gewichtszunahme und die Bildung von Ödemen durch Wassereinlagerungen sind möglich [1].

[1] Koula-Jenik, H., Miko M., Kraft M., Schulz R., Leitfaden Ernährungsmedizin. Elsevier,Urban&Fischer Verlag 2013;p.57-59

[2] Manfred Lamprecht, Sandra Holasek, Manuela Konrad, Werner Seebauer, Doris Hiller-Baumgartner, Lehrbuch der Sporternährung, Das wissenschaftlich fundierte Kompendium zur Ernährung im Sport., Österreichische Gesellschaft für Sporternährung, CLAX Fachverlag, 1. Auflage 2017, p.270

[3] Christoph Raschka, Stephanie Ruf, Sport und Ernährung: Wissenschaftlich basierte Empfehlungen, Tipps und Ernährungspläne für die Praxis. Georg Thieme Verlag 2015; p.128