Wichtige Nährstoffe für das Immunsystem

Welche Nährstoffe tragen zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei? Wie wirken sich Vitamin D oder Zink aus? Das und mehr erfährst Du hier.

Es gibt eine Reihe an Nährstoffen, die nach aktueller Studienlage und den Einschätzungen der European Food and Safety Authority (EFSA) zu einer normalen Funktion des Immunsystems beitragen. Zu diesen zählen die Vitamine A, B6, B12, C, D und Folat sowie die Mineralstoffe Zink, Selen, Eisen und Kupfer. Hierbei ist kein einzelner Nährstoff dem anderen vorzuziehen, denn erst das Zusammenspiel der Nährstoffe führt zu einer optimalen Funktion der angeborenen und erworbenen Immunantwort. Lies dazu auch die Beträge „Das angeborene Immunsystem“ und „das erworbene Immunsystem“ im LOEWI magazin. Hier werden die verschiedenen Zelltypen und ihre Funktionen erklärt. 

Aber Achtung, viel hilft nicht immer viel! Auch eine zu hohe Einnahme von bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen kann unserem Körper schaden.

Aus aktuellem Anlass

Es gibt keine wissenschaftlichen Studien, die zeigen, dass Nährstoffe eine Ansteckung mit dem Corona-Virus verhindern können und es gibt auch keine „Immunbooster“ gegen COVID-19. Besser ist es, nur nach Bedarf Unterversorgungen ausgleichen, damit der Körper optimal versorgt ist. Bei LOEWI kannst Du Deine Blutwerte testen lassen und Unterversorgungen erkennen.

Welche Vitamine spielen eine Rolle im Immunsystem?

Vitamin A

Durch seine zentrale Bedeutung im Immunsystem wird Vitamin A auch als „antiinfektiöser Faktor“ bezeichnet. Dieses Vitamin ist wichtig für die Entwicklung der B-Lymphozyten und T-Zellen sowie der Aktivität der natürlichen Killerzellen. Vitamin A ist außerdem am Aufbau der Schleimhäute in unserer Lunge beteiligt. Vitamin A ist vor allem in Leber enthalten und die Vorstufe, das beta-Carotin in  Karotten, Aprikosen, Kürbis oder Grünkohl.

Folat, Vitamin B12 und B6

Folat, Vitamin B12 und B6 spielen eine wichtige Rolle in der Zellteilung und dem Zellwachstum, daher beeinflussen sie auch die Entwicklung von Immunzellen wie T-Zellen. Folsäure findet sich in dunkelgrünem Blattgemüse, B12 in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch Milch und Eiern und B6 in Fleisch, Fisch  sowie Kartoffeln und Nüssen.

Vitamin C

Das Vitamin C trägt sowohl zur normalen Funktion der angeborenen als auch der erworbenen Immunantwort bei. Vitamin C ist ein wichtiges Antioxidans und ist außerdem daran beteiligt, Immunzellen zur Infektionsstelle zu leiten und Immunzellen zu aktivieren. Vitamin C ist beispielsweise in Brokkoli, roter Paprika und Sanddorn enthalten.

Vitamin D

Vitamin D hat eine regulierende Wirkung in der Immunantwort. Es hemmt die erworbene und aktiviert die angeborenen Immunantwort. Dadurch können die Fresszellen besonders gut Infekte abwehren. Vitamin D findet sich vor allem in Fisch und Milchprodukten.

Welche Mineralstoffe spielen eine Rolle im Immunsystem?

Eisen

Eine Unterversorgung von Eisen kann dazu führen, dass das Immunsystem beeinträchtigt wird. T- und B-Zellen werden in geringerer Anzahl vom Körper produziert. Außerdem kann es zu einer verringerten Ausschüttung von Immunglobulin A kommen. Bei zu hoher Eisenzufuhr kann es jedoch ebenso zu einer Beeinträchtigung des Immunsystems kommen, so dass immer auf eine bedarfsgerechte Zufuhr geachtet werden sollte. Eisen ist in Muskelfleisch, aber auch in Hülsenfrüchten enthalten.

Zink

Zink hat eine zentrale Funktion innerhalb des Immunsystems. Es ist direkt an der Produktion, Entwicklung und Funktion der weißen Blutkörperchen beteiligt. Außerdem sind mehr als 300 Enzymen auf Zink angewiesen, um richtig funktionieren zu können. Bei einem Mangel zeigt sich unter anderem eine verringerte Aktivierung von Neutrophilen und es kann zu unerwünschten Aktivitäten von natürlichen Killerzellen kommen. Zinklieferanten sind Rind- und Schweinefleisch, Milchprodukte, Cashew- und Pekannüsse.

Selen

Selen ist essenziell für die Immunantwort und beeinflusst sowohl das angeborene als auch das erworbene Immunsystem. Die Produktion von Lymphozyten Funktion von Makrophagen ist von Zink abhängig. Es wird außerdem von bestimmten Eiweißen benötigt, die antioxidative Funktionen haben und teilweise in T-Zellen vorkommen. Dennoch sollten auch bei Selen erhöhte Werte vermieden werden. Paranüsse enthalten besonders viel Selen, ebenso wie Kohlgemüse, Pilze, Spargel und Hülsenfrüchte. Der Selengehalt ist jedoch stark von der Bodenbeschaffenheit abhängig. 

Kupfer

Kupfer ist ein antimikrobielles Spurenelement. Kupfermangel führt zu einer verringerten Anzahl von Neutrophilen und T-Lymphozyten, vor allem der T-Helfer-Zellen, sowie einer eingeschränkten Aktivität von Makrophagen und natürlichen Killerzellen. Kupfermangel ist zwar eher selten, kann aber bei Stoffwechselstörungen oder nach sehr hoher Zinkaufnahme vorkommen. Daher ist auch bei Mikronährstoffen immer eine auf den individuellen Bedarf abgestimmte Zufuhr wichtig. Kupfer findet man vor allem in Käse, Hülsenfrüchten, Nüssen und Muscheln.

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